Allgemein, Design

Unsere Designer im Interview: Guido Max Franzke

 

Der Kopf hinter LIKE und NBLOGG

Guido Max Franzke

  • Dipl. Designer mit eigenem Studio seit 1998
  • 17 internationale und nationale Design Awards
  • Größtes nennenswertes Projekt: Möblierung des UN Gebäudes New York
  • Kunden: Lufthansa, Mabeg, KFF, x-rite Pantone etc.

 

Ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch. Oder nicht? Spannend, wie man bei dem durch seine Funktion auch in der Form recht festgelegten Möbelstückes noch auf neue Ideen kommt. Wer macht das eigentlich für MBzwo? Das werden wir häufig gefragt und stellen euch hier einen unserer Designer vor: Guido Max Franzke.

 

Guido, du bist ein erfahrener Designer. Seit wann beschäftigst du dich mit Design und wie kam es dazu?

Seit 1998. Natürlich einerseits bedingt durch das Studium und andererseits schon weitaus vorher, durch meine Ausbildung zum Modellbauer.

Was sind deiner Meinung nach Beispiele für gutes Design?

Unter den Klassikern gibt es  davon eine Menge, aber natürlich auch in letzter Zeit. Leider ist der Begriff Design heute deutlich mehr abgedroschen und der allgemeine „design“ Geschmack ingesamt sehr konsumig und wenig spektakulär geworden.

Was ist das Besondere an Möbeldesign?

Spannend sind am Möbeldesign die relativ kurzen Entwicklungszeiten im Vergleich zu meinen restlichen Projekten und natürlich der eher praktische Bezug, den man zu diesen sogenannten Alltagsgegenständen hat.

Bei MBzwo arbeiten wir ausschließlich mit Massivholz. Was bedeutet die Arbeit mit Massivholz für dich? Welche besonderen Herausforderungen stellt Massivholz an Designer?

Der Reiz besteht für mich darin, die Tradition des Materials und seiner Verarbeitung mit dem technisch machbaren der gegenwärtigen Fertigung in Einklang zu bringen. 

Was sind deine Inspirationsquellen für den Designprozess?

Das kann vieles sein; manchmal eine Anforderung vom Auftraggeber, eine fixe Idee, ein leeres Blatt vor meinem Schreibgerät, eine neue Herausforderung. Selten dienen gesehene Dinge als Inspiration, es sei denn es steckt ein Fehler oder ein neuer Ansatz darin.

Blitzeinfall oder langes Konzept: Wie war der Arbeitsprozess, als du den LIKE kreiert hast?

Like war einerseits eine schnelle Idee, da sich mir die Möglichkeit bot auf ein vorhandenes Werkzeug für die Stuhlschale zurückzugreifen. Andererseits bestand der Anreiz darin die eher klassische Sitzschale mit dem besonderen Gestell aus filigranem, gebogenem Stahl aus der bisherigen Gewöhnlichkeit heraus zu heben. Den Sitzmöbeln wurde dann der passende Tisch in Massivholz zur Seite gestellt um eine klassische Sitzgruppe zu kreieren.

Als du den N_BLOGG entworfen hast, dachtest du unmittelbar an eine Fortsetzung der Serie mit Stühlen?

Bei N_BLOGG gab es tatsächlich sogar erst die Idee für den Stuhl. Der Tisch orientiert sich am Gestell der Stühle.

LIKE oder N_BLOGG: Kannst du ein Modell für dich persönlich favorisieren?

Schwere Frage! Ich liebe die Bequemlichkeit der N_BLOGG Sitzmöbel; die sehr ergonomische Sitzposition und die relaxte Möglichkeit auch den Arm während der Kommunikation auflegen zu können. Ich liebe aber auch das Sitzen am LIKE Tisch mit ausgestreckten Beinen auf der Querverbindung- was übrigens sehr traditionell ist. Die LIKE Bank ist aber letztendlich wohl mein persönlicher Favorit.

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